Geschichte, Fakten
- keine Erfassung aller Pandemien
- Wiederkehren unterschiedlicher Krankheiten
(Pest, Pocken, Cholera, eng. Schweiß)
- tödlichste Pandemien: Pest, Pocken, spanische Grippe, (Corona)
- größte Pandemie der Menschheit: spanische Grippe
(mehr Tote als beide Weltkriege zusammen)
Pest, Seuche, Beulenpest
Die Pest, auch Seuche, Beulenpest oder Pestplage genannt, ist eine hochgradige ansteckende Infektionskrankheit. Ausgelöst wird sie durch ein Bakterium namens „Yersinia pestis“. Bemerkbar macht sich das Bakterium in dem Sinne, dass eine Beulen- und Lungenpest auftritt.
Symptome sind für diese schwerwiegende Krankheit ist ein außergewöhnlich hohes Fieber, Kopfschmerzen, allgemeine Schwäche, blutiger Husten und Brustschmerzen. Auch treten Beulen an Lymphknoten auf.
Gewöhnlicherweise wird die Pest von Tier zu Menschen übertragen. In der Weltgeschichte stellte die Pest im 6 und 14 Jahrhundert eine der verheerendsten Epidemien der Menschheit dar.
Um sich gegen diese Krankheit zu schützen gibt es bereits Impfungen gegen den Erreger, empfohlen sind Impfungen allerdings nur für Risikogruppen.
Pocken
Pocken sind eine lebensgefährliche Infektionskrankheit, die durch Pockenviren verursacht werden. Durch ihre hohe Sterbe- und Infektionsrate stellt sie eine außergewöhnlich gefährliche Krankheit dar.
Die Hautbläschen, welche auch Pocken genannt werden, sind einer der typischen Anzeichen für die Krankheit.
Der letzte deutsche Pokenfall war 1972, währenddessen gab es allerdings weitere verstorbene in anderen Ländern.
Zuletzt lässt sich sagen, dass die Inkubationszeit eine bis zwei Wochen beträgt und diese mit Hilfe einer Impfung geheilt werden kann.
Syphilis
Syphilis ist eine chronische Infektionskrankheit, welche zur Gruppe der sexuell übertragbaren Erkrankungen gehört. Sie wird durch den Kontakt mit menschlichen Schleimhäuten übertragen. Daraus resultierend kann eine erkrankte Mutter ihr Kind ebenfalls infizieren.
Symptome sind oftmals Schleimhautgeschwüre und Lymphknotenschwellungen, sowie die Zerstörung des zentralen Nervensystems.
Geheilt wird diese Krankheit durch das Einnehmen von Antibiotika, wie Penicillin. Zu erwähnen ist außerdem, dass eine Steigung der Infizierten seit den 1990er Jahren vorliegt. Es werden bis zu 6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern gezählt.
Fleckfieber
Fleckfieber ist eine bakterielle Infektion, die durch sogenannte Rickettsien ausgelöst wird. Übertragen wird sie durch Läuse. Ein Symptom ist dabei der charakteristische rotfleckige Hautausschlag. Aber auch ein schmerzhafter Fieberverlauf und Kopf- und Gliederschmerzen können dabei auftreten.
Ein Mittel gegen das Fleckfieber stellt einzig und allein Antibiotika da. Der Grund dafür ist die bakterielle Abstammung der Krankheit.
Cholera
Diese Krankheit ist eine schwere und durchaus tödliche bakterielle Infektionskrankheit, welche den Dünndarm betrifft.
Verursacht wird sie von dem Bakterium „Vibrio cholerae“. Dieses findet man in verunreinigtem Trinkwasser und infizierter Nahrung.
Folgen dieser Krankheit sind beispielsweise Durchfall oder Erbrechen. Auftreten tut sie besonders in Ostasien und stammt vermutlich aus dem Ganges Delta.
Typhus
Typhus stellt eine systemische Infektionskrankheit dar. Erkannt wird diese Krankheit durch Antikörper. Symptome sind hohes Fieber, Durchfall oder Verstopfungen, Roseolen (Hautausschlag), Leberschwellung oder Milzschwellung und Bewusstseinsstörungen.
Diese Krankheit stellt eine meldepflichtige Krankheit dar. Außerdem kann sie unbehandelt zum Tode führen. Aus diesem Grunde sind die Einnahme von Antibiotika unter ärztlicher Aufsicht zu empfehlen.
Polio
Polio stellt eine von Polioviren hervorgerufene Infektionskrankheit dar, welche häufig im Kindesalter auftritt. Sie befällt die sogenannten Motoneuronen und kann schließlich zu schwerwiegenden, bleibenden Lähmungen führen (Motoneutronen sind hauptsächlich für die Muskulatur in unserem Körper zuständig). Folglich kann der Befall der Atemmuskulatur tödlich enden.
Übertragen wird das Virus durch Schmier- oder Tröpfcheninfektionen, wobei es ausschließlich unter Affenarten sowie unter Menschen übertragbar ist. Impfstoffe gibt es seit den 1950er. Gegen Ende des 19 Jahrhunderts verbreitete sich allerdings das Virus Polio vermehrt in den Ländern Schweden und den Vereinigten Staaten von Amerika.
Encephalitis
Encephalitis stellt eine Entzündung des Gehirns dar. Dabei ist sie durch Viren und Bakterien infektiös bedingt. Auch kann die Krankheit als Autoimmunerkrankung auftreten, beispielsweise wie bei multipler Sklerose.
Symptome können zum Beispiel neurologische Funktionsstörungen sein, welche den Alltag stark beeinflussen können. Auch kann es zu einem Befall der Hirnhaut, Hirnstamms oder des Rückenmarks kommen, wobei es indirekt zum Tod führt. Bei einer Infektion, welche nicht behandelt wird, ist der Tod definitiv nicht auszuschließen, da dieser meist früh eintritt.
spanische-/ asiatische-/ Hongkong-Grippe
spanische Grippe:
Die spanische Grippe war eine viral ausgelöste Influenza-Pandemie, die durch einen ungewöhnlichen virulenten Abkömmling ausgelöst wird. Nach wenigen Tagen des Auftretens des Krankheitsverlaufs begannen bereits starke Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Husten und in schlimmen Fällen eine Lungenentzündung. Der Tod trat in der Regel nach acht bis neun Tagen durch eine bakterielle Sekundärinfektion ein.
Sie wurde gegen Ende des ersten Weltkriegs 1918 und 1920 in drei Wellen verbreitet und forderte bei der damaligen Weltbevölkerung von ca. 1,8 Milliarden ungefähr 20-50 Millionen Menschenleben.
Besonders Wasservögel waren an der Übertragung und der Ansammlung der Viren beteiligt, sodass sie schnell über weite Strecken gebracht werden konnten. Viele Grippen-Arten, darunter auch die asiatische- und Hongkong-Grippe, bestanden überwiegend aus Anteilen der gleichen internen Gene. Aufgrund dieses universellen Auftretens wird die spanische Grippe auch als „Mutter aller Pandemien“ bezeichnet. Eine tatsächliche Impfung gegen die Grippe besteht nicht, aber die medikamentöse Behandlung existiert wie bei einer Grippe.
asiatische Grippe:
Die asiatische Grippe war nach der spanischen Grippe die zweitschlimmste Influenza-Pandemie des 20. Jahrhunderts, die durch das singapurische Influenzavirus ausgelöst wurde. Sie brach 1957 aus und hatte ihren Ursprung wahrscheinlich in China. Es starben schätzungsweise zwei Millionen Menschen an ihr. Entstanden ist sie durch eine Rekombination aus Geflügelpestvirus mit Teilen der spanischen Grippe. Die Symptome sind die gleichen wie bei einer gewöhnlichen Grippe, wobei aber auch hier eine Lungenentzündung oder Sekundärinfektionen zu einem tödlichen Verlauf führen können.
Hongkong-Grippe
Die Hongkong-Grippe beschreibt eine im Juli 1968 in Hongkong ausgebrochene Infektionskrankheit, bei der aber unklar ist, ob die Viren nicht möglicherweise zuvor bereits in China vorhanden waren.
Der Umlauf der Viren verursachte die letzte große Influenza-Pandemie des 20. Jahrhunderts. Die geschätzten Todesopfer liegen bei einer bis vier Millionen Menschen. Sie wird durch ihren plötzlichen grippeartigen Krankheitsverlauf ausgezeichnet, der auch hier oftmals in einer bakteriellen Sekundärinfektion oder einer Lungenentzündung tödlich endet.
HIV (AIDS)
HIV bezeichnet das menschliche Immundefekt-Virus. Es handelt sich um ein behülltes Virus, welches meist nach unterschiedlich langer symptomfreier Latenzphase zu AIDS führen kann.
Verbreitet hat sich das Virus Anfang der 1980er, wobei es sich zu einer Pandemie entwickelte. Rund 39 Millionen Menschen hat dieses Virus das Leben gekostet. Nachdem das Virus seinen Lauf genommen hat, kann eine sich infizierte Person leicht mit anderen Krankheiten infizieren, bedingt durch das geschwächte Immunsystem. Meist ist dies die Todesursache.
Heutzutage kann die Krankheit mit einer antiviralen-Therapie behandelt werden. Erreicht wird dadurch eine Verlangsamung der Krankheit und damit unter Umständen das Hinauszögern des Ausbruchs von AIDS.
Marburgfieber
Das Marburgfieber stellt eine meldepflichtige und virale Infektionskrankheit dar, welche durch den Marburgvirus ausgelöst wird. Dieser ist eng verwandt mit dem Ebola-Virus, der unter Umständen bekannter ist. Übertragen wird dieses Virus über eine Tröpfcheninfektion, sprich Körperflüssigkeiten, wie zum Beispiel Blut, Urin, Speichel, Muttermilch etc.
Symptome können dabei Erbrechen, Brust- Lungenschmerzen, Bauchschmerzen, Halsschmerzen und Husten, Durchfall oder auch Fieber sein.
Stammen tut dieses Virus möglicherweise aus Zentralafrika, welches von dort aus in die Laboratorien des Pharmakonzerns Behringwerke in Marburg gelangte.
Masern
Die Masern stellen eine hochansteckende Infektionskrankheit dar, welche vor allem Kinder betrifft.
Als Symptome sind hierbei vor allem rote Hautflecken, Fieber oder auch ein geschwächter Allgemeinzustand möglich. Diese sogenannte Kinderkrankheit wird viral durch das Masernvirus hervorgerufen und kann im schlimmsten Fall tödlich oder mit erheblichen Schäden verlaufen.
Zum Schutz vor dieser Krankheit gibt es bereits eine Impfung, womit die WHO (Weltgesundheitsorganisation) die Ausrottung dieses Virus anstrebt. Allerdings wurde sie im Januar 2019 als Bedrohung der globalen Gesundheit eingestuft. Hingegen werden heute Impfungen in frühen Kindesaltern durchgeführt.
SARS-CoV-2
Covid-19, auch bekannt als Corona oder SARS-CoV-2, ist eine Infektionskrankheit, welche primär die menschlichen Atemwege angreift. Erstmals wurde sie in Wuhan 2019 entdeckt.
Verbreiten tat sich diese durch ein “Superstreading”. Infiziert wird man durch Tröpfchenübertragungen, sprich das Eindringen von Krankheitserregern in bzw. auf Schleimhäute anderer Organismen oder Lebewesen.
Symptome reichen oftmals von gewöhnlichen Grippesymptomen, zum Beispiel Fieber, trockener Huster, Muskel- Gliederschmerzen und allgemeinen Krankheitsgefühl bis hin zur spezifischen Symptomatik von betroffenen Stellen und Organen, wie den Atemwegen. Dabei sind allerdings auch die Geschmacksnerven betroffen.
Ebola
Das Ebolafieber ist eine Infektionskrankheit, die durch Viren der Gattung Ebolavirus hervorgerufen wird. Die Bezeichnung der Krankheit geht auf den Fluss Ebola der demokratischen Republik Kongo zurück, in dessen Region der Virus 1976 zu einem erstmaligen Ausbruch führten. Von 2014 bis 2016 gab es die weltweit bislang schwerste Ebolafieber-Epidemie in Westafrika. Er endet in 25-90% tödlich und wird durch Tiere sowie Insekten übertragen. Ebola wird in zwei symptomatische Phasen eingeteilt, wovon die eine grippeähnliche und die andere hämorrhagisches, also blutinvolviertes, Fieber aufweist. Betroffene leiden oftmals unter Schleimhautblutungen, Nieren- und multiplen Organversagen, Hörverlust und Nekrosen, also Gewebeabsterben. Behandelt können bisher nur die einzelnen Symptome der Krankheit werden, wobei gegen einige Gen-Typen auch Impfungen bestehen, die aber das Krankheitsbild von Ebola nur selten lindern.
EHEC
EHEC ist die Abkürzung für Enterohämorrhagische Escherichia coli, bestimmte bakterielle krankheitsauslösende Stämme des Darmbakteriums Escherichia coli. Sie laufen in einer kurzen Inkubationszeit von drei bis vier Tagen zu einer Gastroenteritis, also einer Magen-Darm-Grippe. Diese kann sich aber im weiteren Krankheitsverlauf zu einer enterohämorrhagischen Colitis, mit blutigen Durchfallerkrankungen, entwickeln. Die beständige Abgabe von Blut kann im schwersten Fall zu einer Anämie führen. Anstelle einer weniger erfolgsversprechenden Behandlung mit Antibiotika wird eine medikamentöse symptomorientierte Therapie eingeleitet.